Life-Giving Forest e.V. – Wiederbewaldung, Inklusion und Armutsbekämpfung auf den Philippinen

In diesem Blogeintrag möchten wir euch den Verein Life-Giving Forest e.V. näher vorstellen. Der noch junge Verein setzt sich für Wiederbewaldung, Inklusion und Armutsbekämpfung auf den Philippinen ein.

Im Oktober 2011 gründete Silvia Hämmerle, Initiatorin und Vorsitzende, mit einigen Freunden Life-Giving Forest e.V. Der Verein unterstützt die Genossenschaften von Menschen mit Behinderung beim Aufforsten eigener einheimischer Regenwälder und dem Aufbau naturnaher Landwirtschaft. Dadurch bauen sich die Genossenschaften durch Holz, ökologische Lebensmittel und andere Waldprodukte nachhaltiges Einkommen auf. Der Ansatz, Menschen mit Behinderung durch ihre Vorreiterrolle im genossenschaftlichen Umweltengagement gesellschaftliche Anerkennung und Akzeptanz zu ermöglichen und gleichzeitig eine Signalwirkung für Aufforstung und Artenvielfalt zu geben, ist neu auf den Philippinen.

 

Warum Menschen mit Behinderung?

Menschen mit Behinderung werden auf den Philippinen häufig diskriminiert. Wegen Armut und fehlender medizinischer Versorgung ist der Bevölkerungsanteil von Menschen mit Behinderung bei über 10 %. Diese Menschen haben es besonders schwer. Sie erhalten oft keine Ausbildung und finden wegen ihren körperlichen Einschränkungen meist keine Arbeit und sind somit stark von Armut bedroht. Peter Hämmerle, gelernter Schreinermeister, setzt sich seit 1991 für Menschen mit Behinderung auf den Philippinen ein. Er unterstützt sie beim Aufbau und dem Management ihrer eigenen Genossenschaften. Es werden hauptsächlich Schreinereien zur Produktion von Schulmöbeln für den nationalen Markt betrieben.

 

Warum Wald?

Schreinereien benötigen Holz. Auf den Philippinen fielen die artenreichen Urwälder im 20. Jahrhundert dem globalen Rohstoffhunger und dem Bevölkerungswachstum zum Opfer. Heute stehen nur noch 2,8% vom ursprünglichen Regenwald. Den Schreinereien der Genossenschaften fehlt nun zunehmend das Holz. Derzeit bekommen sie es von Plantagen, auf denen ausschließlich ausländische Arten wachsen. Die Genossenschaft SAFRA-ADAP bemerkte dieses Missverhältnis 2010 und bat Peter Hämmerle beim Aufbau eines Waldes zu helfen. Da sich dieser jedoch mit der Holzverarbeitung und nicht der Pflanzung auskennt, bat er seine Tochter Silvia um Unterstützung. Sie studierte zu diesem Zeitpunkt Waldwirtschaft und Umwelt in Freiburg und half 2011, ihren ersten Wald anzupflanzen.

 

Was macht der Verein in Deutschland?

  • Der Verein hält Vorträge und veranstaltet Workshops, um auf die Situation der Menschen mit Behinderung und die Entwaldung auf den Philippinen aufmerksam zu machen.
  • Neben gelegentlichem Betrieb von Verkaufsständen wirbt der Verein um Spenden, stellt Förderanträge und nimmt an Wettbewerben teil, um die Finanzierung der Projekte sicherzustellen.
  • Der Verein trifft sich ungefähr viermal im Jahr zu Vereinswochenenden. Dort setzen sich verschiedenen „Kopfrauchgruppen“ zusammen und sind produktiv: Ein Redaktionsteam schreibt Texte für den Jahresbericht, die Fundraising-Gruppe plant Aktionen zum Spendensammeln, andere Gruppen stellen Infomappen für die vom Verein ausgesandten Freiwilligen zusammen oder entwickelt Stationen für den Waldlehrpfad auf den Philippinen.

 

Weitere Informationen erhaltet ihr auf der Homepage von Life-Giving Forest e.V. (www.life-giving-forest.de). Wir finden dieses Projekt genial und geben euch die Möglichkeit im Rahmen unserer Crowdfunding Kampagne einen Baum auf den Philippinen zu pflanzen. HIER habt ihr die Möglichkeit dazu.

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